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Haus der Geschichte stellt Konzeption vor

09. Juni 2006

Der am 9. Juni 2006 im Haus Löwenstein von Prof. Dr. Hermann Schäfer, Dr. Andrea Mork und Dr. Brigitta Thomas vom Haus der Geschichte vorgelegte Konzeptentwurf für die Dauerausstellung zielt darauf ab, einem breiten Publikum die Relevanz der maßgeblich mit Aachen verbundenen europäischen Geschichte näher zubringen und das Wissen über dieses ebenso komplexe wie politische Thema zu vergrößern. Ziel ist, zu einem besseren Verständnis zugleich der europäischen Traditionen, der Themen von aktueller Bedeutung und der europapolitischen Zukunftsperspektiven beizutragen. Der Entwurf knüpft an die Alltagserfahrungen der Besucher an und folgt der aktuellen Fragegestellung "Was ist Europa?". Die Ausstellung soll deutlich machen, welche Verkettung von Entwicklungen dazu geführt hat, dass eine spezifisch europäische Kultur entstanden ist.

Das Ausstellungskonzept arbeitet mit einem chronologisch-thematischen Aufbau und hebt neun Schlüsseljahre hervor, die jeweils eine wegweisende historische Zäsur markieren. Mit Hilfe dieser Ereignisse lassen sich größere thematische Zusammenhänge darstellen und weiter in der Geschichte zurückliegende Einflussfaktoren angliedern.

Das Konzept stellt einen Entwurf dar, der im weiteren Fortgang der Arbeiten zu differenzieren und zu ergänzen ist. Bewusst wurde die synoptische Konzeptübersicht gewählt, weil sie bereits die räumliche Gliederung der Ausstellung andeutet, die Vermittlungsziele für den Besucher in den Blick nimmt und erste Überlegungen zu denkbaren Exponaten – ob Originale oder Kopien/ Repliken sei dahingestellt – aufzeigt, um die nächsten Arbeitsschritte in Zusammenarbeit mit Ausstellungsgestaltern, Architekten, Medientechnikern und sonstigen Spezialisten vorzubereiten und zu erleichtern.

Als roter Faden durch die Ausstellung ist ein interaktives Fragespiel geplant, an dem sich der Besucher mittels einer Chipkarte (Arbeitstitel: "Euro-Card") beteiligen kann, um zu Europa und insbesondere zu Themen der Ausstellung befragt zu werden. Auf spielerische Art und Weise macht er sich dabei im Gang durch die Ausstellung bewusst, wie stark sein auf Europa bezogenes Wissen, Traditionsbewusstsein und Engagement ausgeprägt ist. Die Synopse zeigt an drei Beispielen, wie solche Fragen lauten könnten.

GLIEDERUNG:

I. Prolog

1. Was ist Europa?
2. Wer ist Europa?
3. Wo ist Europa?

II. Genese Europas

1. 800 Krönung Karls des Großen
2. 1122 Wormser Konkordat
3. 1492 Zeitalter der Entdeckungen
4. 1648 Der Westfälischer Friede
5. 1683 Niederlage der Osmanen vor Wien
6. 1776 Adam Smith „An Inquiry into the Nature and Causes of Wealth of Nations“
7. 1789 Französische Revolution
8. 1914/18, 1939/45 Der Erste und der Zweite Weltkrieg
9. 1957 Die Römischen Verträge

III. Was ist Europa heute?

1. Symbole
2. Aktuelle EU-Fragen und –themen

IV. Epilog: Europa in Aachen

1. Der Karlspreis
2. Die Karlsmedaille für europäische Medien
V. Ausgangsbereich

Der Entwurf wurde bereits im März dem wissenschaftlichen Beirat vorgestellt. Dessen Anregungen werden bis November in das Konzept eingearbeitet.

 Synopse der Dauerausstellung (PDF)

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