Bauhaus EuropaMehr Informationen zum Bauhaus Europa Aachen

Konzeption

Konzeption

Was ist Europa?
Wo kommt Europa her?
Wo geht Europa hin?
Was soll Europa?
Wie begeistert man für Europa?

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Ausführliche Informationen finden Sie in der Ratsvorlage zum Beschluss vom 16.08.2006.

Dauerausstellung (Konzept: Mitarbeiter des Haus der Geschichte, Bonn)

Reichskleinodien (c) Stadt Aachen / Andreas Herrmann

Was ist Europa?
Die Dauerausstellung macht den Besucher mit den besonderen Merkmalen des heutigen Europa bekannt Sie stellt folgende Fragen: "Wie ist die europäische Kultur entstanden" und "Was unterscheidet sie weltgeschichtlich gesehen von anderen Kulturen?". Ziel ist, zu einem besseren Verständnis der Tradition ebenso wie der europapolitischen Zukunftsperspektiven zu kommen.

Alltag und/oder europäisches Phänomen
Die Dauerausstellung greift die Alltagserfahrungen der Besucher auf und konfrontiert sie mit einer Auswahl markanter Phänomene, die für das Selbstverständnis Europas stehen: Sprachliche und kulturelle Vielfalt, Christentum, Rationalismus und Aufklärung, Kapitalismus, Nationalstaat, parlamentarische Demokratie.

Schlüsselereignisse statt Enzyklopädie
Die Ausstellung ist chronologisch-thematisch aufgebaut. Schlüsselereignisse können als Aufhänger für die Darstellung weit umfassenderer Themenkomplexe dienen. So lassen sich am Datum "1492 Zeitalter der Entdeckungen" neben der Entdeckung Amerikas auch die Themen Reformation, technische Innovationen, Humanismus und Renaissance darstellen.

Schlüsseljahre

800

Krönung Karls des Großen

1215

Magna Charta der Freiheitsrechte

1453

Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen

1492

Beginn des Zeitalters der Entdeckungen

1648

Westfälischer Friede

1776

Adam Smiths Schrift über den "Wohlstand der Nationen"

1789

Französische Revolution

20. Jhd.

1. + 2. Weltkrieg

1957

Römische Verträge

heute

Aktuelle Entwicklungen
(z.B. Europäische Verfassung)

Interaktives Fragespiel

Roter Faden für die gesamte Ausstellung und zugleich interaktives Rundgangelement könnte ein Fragespiel sein, an dem alle Besucher mittels einer Chipkarte teilnehmen. Sie würden nach ihren Einstellungen, Kenntnissen und Bewertungen des Europathemas gefragt und nach eigenen Erfahrungen mit Europa. Zugleich erhielten sie Informationen zur Ausstellung. Die Informationen der Chipkarte könnten dann am Ende des Rundgangs bei Interesse als persönlicher "Europapass" in Papierform zur Verfügung gestellt werden.

Mehr dazu:
 Konzeptentwurf von MitarbeiterInnen des Haus der Geschichte (PDF, 54 Seiten)

Exponate

Exponat Jan Borchers, Haus der Musik Wien (c) HAUS DER  MUSIK WIEN

Aachen besitzt nur wenige Exponate. Dieses scheinbare Manko erweist sich als einmalige Chance dafür, ein völlig neues, nämlich interdisziplinäres Haus einzurichten, das alle Möglichkeiten der neuesten Medientechnologie nutzt. Die Aachener Hochschulen sind hervorragende mögliche Partner für diese Art der Präsentation, in der Besucher selbst aktiv werden und Europa durch eigenes Handeln erfahren können. Der Lehrstuhl für Medieninformatik der RWTH unter Leitung von Prof. Dr. Jan Borchers ist bereits aus eigenem Antrieb aktiv geworden und hat der Stadt Aachen eine Ideensammlung interaktiver Exponate zur Verfügung gestellt. Für Prof. Borchers ist der Umgang mit interaktiven Exponaten kein Neuland. Seine Arbeiten werden z.B. eingesetzt im Ars Electronica Center Linz, im Haus der Musik Wien, im Boston Children's Museum und im Betty Brinn Children's Museum Milwaukee.

Beispiele aus einer ganzen Reihe kreativer Vorschläge der Medieninformatiker:

geografisch "Morphing Europe":
Besucher verändern die Größenverhältnisse auf einer Karte Europas nach selbst gewählten Parametern. Die Erfahrung: Nach irgendeinem Maß ist jedes Land Europas das Größte.

politisch "Zur Abstimmung!":
Besucher stimmen in Gruppen über aktuelle kontroverse europäische Fragen ab. Der abstrakte Diskurs über Europa wird im Forum des Bauhaus Europa reale und lokale Diskussion.

kulturell "Euromix":
Besucher mischen aus europäischen Klängen eine eigene Komposition. Material verschiedener Regionen und Generationen schafft für einen Moment ein neues musikalisches Bild Europas.

 Ideensammlung Lehrstuhl für Medieninformatik RWTH Aachen (PDF, 21 Seiten)

Wechselausstellungen

Foto: Ralf Tootens

Ein Schwerpunkt der Wechselausstellungen soll sich auf das aktuelle Geschehen in Europa beziehen. Dabei handelt es sich um Begleiterscheinungen des europäischen Einigungsprozesses: Themen sind soziale, kulturelle, ökonomische und politische Entwicklungen und Herausforderungen innerhalb von Europa und zwischen Europa und der Welt.
Jede Wechselausstellung soll zu einer sinnvollen Vertiefung der Dauerausstellung werden. Die Entwurfsidee des Architekten Wolfgang Tschapeller ermöglicht es, Fenster und Durchbrüche zwischen der Dauerausstellung und den Wechselausstellungen zu öffnen. Beispiele sind etwa Fragen nach der kulturellen Identität Europas und seinen Nationen und Regionen, nach den sozialen Folgen aktueller ökumenischer Entwicklungen oder politischer Herausforderungen, nach der Position Europas innerhalb einer sich auch kulturell globalisierenden Welt.

Begegnung zwischen Christentum und Islam (Kopftuch, Bibel, Koran)

Einfluss Europas in der Welt (Kolonialismus, Entwicklungspolitik)

Sicherheit in Europa und an den Grenzen

Flucht und Asyl

Champions-League und UEFA-Cup

Interrail

Erasmus

Gehört die Türkei zu Europa?

Lernort Europa - Europäisierung fördern, Chancen zeigen

Lernort (c) Monika Müller-Rieger

Der Lernort Europa ist als servicefreundliche Anlauf-, Informations- und Lernplattform für Schüler, Studenten und Bürger gedacht. Er soll folgende Einrichtungen beinhalten: Bildungszentrum, Online-Bibliothek, Raum für Recherche und Forschung, Mediothek, Europe-Direct-Infozentrum. Altersgerechte Bildungsangebote im IT-Bereich (Learning Gateway) können im Austausch mit Schulen, Weiterbildungseinrichtungen und Hochschulen stehen. Hier soll eine enge Zusammenarbeit mit der RWTH Aachen, etwa dem Magister-Zusatzstudiengang "Europastudien", und der FH Aachen erfolgen. Das Bildungszentrum fördert das gemeinsame Lernen zum Thema Europa, verknüpft die Angebote der Europäischen Institutionen mit den neuesten Entwicklungen aus Forschung und Lehre und bereitet dies für die verschiedenen Zielgruppen auf.
In einer so genannten Projekt-Galerie sollen u. a. junge Menschen angesprochen werden, die europäischen Themen eher skeptisch gegenüberstehen.
Schließlich wird es im Lernort noch ein Wechselkabinett geben, einen flexiblen Raum für kleinere Ausstellungen, etwa über Persönlichkeiten Europas oder die Geschichte des Karlspreises.

Forum - Dialog Diskussion Demokratie

Karlspreis-Diskurs 2005 (c) Stadt Aachen / Helmut Rüland

Das Forum will öffentlicher Umschlagplatz der Ideen sein. Hier sollen führende Köpfe Europas diskutieren, Visionen vorgestellt werden, und zwar zielgruppenspezifisch, praxisorientiert, öffentlich und medienwirksam. Europäische Kunst- und Kulturveranstaltungen sind ebenso denkbar wie Karlspreisveranstaltungen. Im Forum können auch Bürgerinitiativen, politische Parteien und Vereine, Partner der Stadt und Unternehmen die Möglichkeit erhalten, Veranstaltungen mit europäischen Bezügen durchzuführen. Im Forum soll das "Europäische Wissenschaftsparlament" tagen, ein Projekt der Stadt Aachen, der RWTH und der EuRegionale 2008 zu aktuellen europäischen Wissenschaftsthemen, in dem Schüler, Studenten, Bürger und europäische Spitzenwissenschaftler Top-Fragen behandeln. Das Forum wird auch Sitzungssaal des Stadtrates sein.

Raumaufteilung

Ausstellungen
2150 qm

Dauerausstellung 1500 qm
Wechselausstellung 650 qm

Lernort Europa
460 qm

Projektgalerie/Kabinette
Seminarräume
Medien
Mediathek, Multimedia

Forum
350 qm

Begegnungen und Ideenwerkstatt
Tagungen, Konferenzen
Raum für Vereine, Verbände, Firmen
Radio und TV-Sendungen
Offenes Parlament
Sitzungssaal des Rates

Konzeption

Eine Lenkungsgruppe aus Vertreterinnen und Vertretern der Stadtverwaltung sowie der EuRegionale 2008 steuert und koordiniert die Planung für das Bauhaus Europa. Die Lenkungsgruppe wird beraten von einem Wissenschaftlichen Beirat. Eine besondere Beraterrolle spielt das Haus der Geschichte in Bonn.
 Konzeptgruppe

Bereits 2005 erstellte Okwui Enwezor in Zusammenarbeit mit einer ersten Konzeptgruppe eine ideengeschichtliche Konzeption zum Bauhaus Europa.
 Konzept Enwezor

Rem Koolhaas präsentierte im Juli 2004 ein erstes Gutachten zum geplanten Projekt Bauhaus Europa.
 1. Konzept Rem Koolhaas / OMA

Ausführlichere Informationen

Ausführungen im Detail finden Sie in der Ratsvorlage für den Beschluss des Rates der Stadt Aachen am 16.08.2006.
Mit dem Konzept beschäftigt sich Kapitel 4, S. 12-27.
 Ratsvorlage Bauhaus Europa (PDF, 42 Seiten)

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